Steve

16.06.2020:

08.06.2020:

Ein kurzes Salut von Steve und mir, Ursula Neumüller, aus der fränkischen Schweiz.

Alles ging so schnell aus der Entscheidung einen kleinen Hund in mein Leben einzuladen.

Am 13. Mai durfte ich Steve das 1. Mal bei Frau Braun besuchen. Dort war es ein Gefühl von: wartet er auf mich?

Ich bat um einen weiteren Besuch. Schon, als ich bei Frau Braun parkte, beobachtete er mich die ganze Zeit und freute sich wie „Bolle“, dass ich zu ihm kam.

Frau Welz nahm sich Zeit, mit uns spazieren zu laufen. Es wurde vertrauter. Er kannte mich doch nicht!

Am 22. Mai besuchte mich Steve mit Frau Welz bei mir zuhause. Er rannte in meine Wohnung, rollte sich, animierte mich zum Spielen, was ich sehr gerne angenommen habe.

So kamen wir zusammen.

Am 28. Mai zog Steve bei mir ein.

Inzwischen war Steve mit mir schon 3 Tage bei meiner Familie in Kronach. Meine Mutter geht mit Rollator, was Steve nicht störte. Nein, er ging sogar neben ihr.

Wir waren begeistert, eigentlich sind wir alle sprachlos, was er so mit macht. Wie freundlich er ist. Denn alles ist fremd, neu.

In der darauffolgenden Woche besuchte uns meine Schwester mit ihrem Mann. Nach einem ausgiebigen Spaziergang legte er sich zu meinem Schwager und schlief ein.

Nach dem Familien-Kaffee, wurde getobt und gespielt. Er legte sich anschließend in die Armbeuge meiner Schwester und schlief.

Steve wäre nicht er, wenn er nur kurze Zeit brauchte, um sich zu erholen.

Der Abschied von meiner Schwester fiel ihm sichtlich schwer. Er stand und schaute dem Auto lange hinterher.

Da ich im Augenblick – Corona – zuhause bin, haben wir Zeit uns kennen zu lernen. Wir machen lange Spaziergänge, lernen Hasen, Rehe, Pferde, Ziegen, Katzen und andere Hunde kennen. Natürlich auch andere Menschen.

In der Hundeschule waren wir auch schon einmal. Wir haben einiges zum Üben erhalten, was er nicht immer so toll findet, es aber macht. Die Leckerchen sind dann auch schnell verputzt.

Kuscheln am Abend auf der Couch ist wunderbar. Er schläft tief und fest in möglichst viel Körperkontakt zu mir, träumt und verarbeitet.

Wenn er dann so vor mir sitzt, möchte ich schon gern wissen, was er so gerade denkt, in sein Köpfchen schauen.

Er ist so im jetzt.

Kennen lernen, ist nicht nur für ihn anstrengend. Auch ich bin dann müde und schlafe ein.

Es ist, als ob er schon immer hier war. Sogar meine Nachbarn wundern sich.

So beginnt jeder Morgen mit einer stürmischen Begrüßung.

Jeder Tag ist neu.

Ich beobachte ihn total gerne, wie er seine Umgebung immer wieder wahrnimmt, annimmt.

Ich bin so sehr dankbar.

 

Ursula Neumüller