Stammdaten
  • männlich
  • 10
  • 40 cm
  • 0 kg

Nachruf

Jeder folgt in seinem Leben einer Straße,
keiner weiß vorher, wann und wo sie endet.
Alle hinterlassen Spuren und manche
kreuzen unseren Weg.
Einige, die wir trafen, werden wir nicht vergessen!
Auch wenn sie für immer gehen,
in unseren Herzen und unserer Erinnerung bleiben sie.
(Karin Schmidt)

Einen langen Weg bist Du gegangen. Geboren, um das trostlose Dasein eines Kettenhundes führen zu müssen, bekam dein Schicksal 2006 eine neue Wende. Im Alter von 6 Jahren durftest Du nach einer Rettungsaktion in die Obhut der Tierhilfe Franken wechseln. Dein hartes Leben an der Kette hatte Dich aber anfangs zu einem sehr schwierigen Hund gemacht. Schnell mussten wir feststellen, dass es unmöglich werden wird, für Dich ein liebevolles Zuhause im Familienkreis zu finden. Wer Dein Herz gewinnen wollte, musste sich einfühlsam und sensibel auf Dich einstellen und mit Geduld und Hundeverstand Dein Vertrauen erobern. Ein Ehepaar, das uns immer hilfreich zur Seite steht, wenn es problematish wird, wollte sich an diese Aufgabe wagen. Wer unsere Zeitungen regelmäßig liest, hat Dich sicher schon in den letzten beiden Ausgaben zusammen mit “Deinen Menschen”gesehen. Bei ihnen konntest Du endlich das Leben eines Hundes führen, das es erst lebenswert werden lässt. Mit all den o. g. Eigenschaften sind sie Dir entgegengekommen und Du hast es mit Vertrauen, Treue und Liebe belohnt. Deine Vergangenheit als Kettenhund hat körperlich Tribut gezollt und letztendlich konntest Du der Altersschwäche nichts mehr entgegensetzen. Im Kreise deiner Menschen bist Du über die Regenbogenbrücke gegangen. Wir durften viel von Dir lernen und werden Dich nie vergessen.

Über Mattes

Bevor ich zur Tierhilfe Franken kam, hatte ich einzig die Schattenseiten des Hundelebens kennengelernt. Ich saß bis zum Zeitpunkt meiner Rettung an einer sehr kurzen Kette, und keiner der vorbeigehenden Menschen hatte auch nur ein liebes Wort für mich. Wen wundert es da, dass ich zu einem sehr zurückhaltenden Hund wurde. Aufgrund meiner charakterlichen Persönlichkeit, konnte ich nicht weitervermittelt werden. Es gibt nicht viele Menschen, die meine wunde Seele verstehen, aber zwei davon, sind meine Pflegeeltern. Bei ihnen habe ich gelernt, dass ich in einem Hundekörbchen schlafen kann, ohne dass mir etwas zustößt. Mittlerweile gehe ich gut an der Leine und in unserem Haushalt leben noch einige Katzen, zu denen habe ich inzwischen eine vertrauensvolle Freundschaft aufgebaut . Zugegeben, Fremde haben es schwer bei mir. Die Erinnerungen an meine Vergangenheit kann ich leider nicht aus meinem Gedächtnis streichen. Für meine liebevollen Pflegeeltern aber, würde ich durchs Feuer gehen. Es war sicher ein steiniger Weg für meine Menschen und für mich, aber es hat sich gelohnt. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass ich bis zu meinem Lebensende bei ihnen wohnen darf.

Galeriebilder

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