Stammdaten
  • weiblich
  • 2021 Jahre und 5 Monate
  • 0 cm
  • 0 kg
  • europäische Hauskatze

Nachruf

Da uns das Schicksal von Lissi besonders berührte, haben gleich zwei Helfer des Vereins ihr einem kleinen Nachruf geschrieben, um sich so zu verabschieden.

Katzen erreichen mühelos , was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen ohne Lärm zu machen (E.H.)

Taub, blind, ganz alleine und schwer krank wurdest Du von lieben Menschen gefunden und in unsere Obhut gegeben. Trotz allen Leids hast Du in der kurzen Zeit, die Dir noch gegeben war, Deine Pflegemamis und zwei kleine Mädchen sehr glücklich gemacht. Als die Last der Krankheit zu groß wurde ,ließen wir Dich schweren Herzens entschlafen.
Gehe nun über die Regenbogenbrücke – am anderen Ende wartet ein großer schwarzer Kater, der Dich begleitet und immer beschützt.
Du wirst nie mehr leiden – er hat es mir versprochen.
Lautlos bist Du gekommen – lautlos bist Du gegangen.
Lissi, leb wohl.

Ich kann nicht bleiben, ich muss nun gehen…
der Regenbogen ruft mit den schönsten Farben… (Autor unbekannt)

Liebe, kleine, tapfere Lissi,
Du bist das beste Beispiel dafür, wie ungerecht und unbarmherzig das Leben sein kann.
Blind und gehörlos! … Gefangen in der ewigen Dunkelheit und gleichzeitig ein Leben in totaler Stille!
Wir können nicht annähernd erahnen, wie sich das für Dich angefühlt haben muss, die Gefahren im Alltag weder zu sehen noch zu hören, hilflos der Umwelt ausgeliefert zu sein.
Wie lange Du diesen Zustand erdulden musstest, wissen wir nicht. Wir hoffen aber so sehr, sanfte Lissi, dass Du die Zeit in totaler Finsternis und völliger Lautlosigkeit nur kurz ertragen musstest und das Leben nicht immer trostlos für Dich war.
Wenn Du uns doch nur erzählen hättest können, was sich Anfang des Jahres zugetragen hat.
Verlaufen? Verstoßen? Ausgesetzt? Was ist Dir nur damals widerfahren?
Dein Leben hing an einem seidenen Faden, als Du völlig dehydriert, halb erfroren und abgemagert herumirrend gefunden und unserer Obhut überstellt wurdest. Selbst der Tierarzt hatte damals kaum noch Hoffnung, so ernst war die Lage.
Du durftest bei uns endlich Geborgenheit erfahren und wurdest liebevoll umsorgt. Für eine kleine Weile vielleicht war Dir die Angst vor der Dunkelheit genommen.
Kleine, tapfere Kämpferin, so bescheiden und dankbar warst Du – wolltest doch leben, gerade jetzt, aber Dein Körper war bereits geschwächt!
Mach Dich nun auf die Suche, liebe Lissi, finde den Regenbogen und bestaune die Pracht der Farben. Tauche ein in die Welt der Geräusche, lausche dem Rauschen des Bächleins, dem Rascheln der Blätter im Wind und vernehme das fröhliche Zwitschern der Vögel!
Auf Erden war es Dir ja leider nicht vergönnt!

Über Lissi

Galeriebilder

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Lissi