Wir erhalten Leben – drauf

Puschkina

Stellungnahme:

Bewirbt sich eine Familie/Person als Pflegefamilie für einen Hund bei der Tierhilfe Franken e.V., wird grundsätzlich mehrfach darauf hingewiesen, dass das Tier nicht behalten werden darf (Ausnahme alt, krank, verhaltensauffällig). Ist man sich einig, wird das ganze schriftlich fixiert.

Bei Hund Puschkina hat Pflegefamilie L. den selbst vereinbarten Termin diesen Samstag mit den Interessenten ganz kurzfristig wegen Krankheit abgesagt.

Da die Interessenten schon länger mit dem Verein in Kontakt waren, wollten wir sie nicht enttäuschen. Deshalb fassten wir kurzfristig den Entschluss, nach Pegnitz zu fahren und Puschkina selbst vorzustellen.

Währenddessen bekamen wir Kenntnis davon, dass Familie L. eine Petition gestartet hat.

Dort angekommen traf man die Pflegestelle beim „Gassigehen“ an und brachte das Anliegen vor. Sofort begann eine Diskussion, welche in üble Beschimpfungen überging. Daraufhin leinte Herr Baur den Hund um und ging Richtung Auto. Mit Drohungen von Presse und Rufschädigung gegen den Verein und körperlichen Angriffen seitens der Pflegefamilie ging dies einher.

Puschkina wurde anschließend den Interessenten vorgestellt. Ihr geht es gut.

Die Tierhilfe Franken e.V. hat in den letzten Wochen und Monaten so viele alte, kranke und schwierige Hunde aus sämtlichen Himmelsrichtungen von Lichtenfels, Roth und Fürth aufgenommen und braucht ihre Kraft für diese Schicksale. Dennoch macht eine solche „Hetzjagd“ betroffen und auch wütend, vor allem, wenn Dinge, die ausführlichst besprochen und auch vertraglich festgehalten wurden, dann doch nicht beachtet werden.

 

 

Warum diese Regelung mit den Pflegefamilien?
Der Grund für die klare Regelung mit den Pflegefamilien liegt darin, dass der Verein mit den zur Verfügung stehenden Pflegefamilien zuverlässig planen muss. Würden Pflegefamilien die Tiere regelmäßig behalten, sobald eine emotionale Bindung entsteht, wäre eine kontinuierliche Tierschutzarbeit, Aufnahme und Unterbringung nicht gewährleistet, da regelmäßig Notfälle von hier kurzfristig eintreffen.
Viele Pflegefamilien bewerben sich bewusst als solche, weil sie langfristig oder aus finanziellen Gründen kein eigenes Tier halten können oder möchten. Genau aus diesem Grund wird von Beginn an transparent, ausführlich und mehrfach darüber aufgeklärt, dass ein Pflegehund kein eigenes Tier ist und nach erfolgreicher Vermittlung in sein endgültiges Zuhause zieht. Diese Rahmenbedingungen sind allen Pflegefamilien vor Aufnahme eines Hundes vollumfänglich bekannt und werden vertraglich festgehalten.

 

Puschkinas Geschichte:

Der Besitzer der liebenswerten Hündin lebt seit einiger Zeit hier in der Region. Nun hat er aufgrund des Krieges seine Hunde aus der Ukraine nachgeholt, musste sich aber auf Veranlassung des Vermieters von ihnen trennen. Eine davon ist die zauberhafte Puschkina.

Puschkina ist ein liebes, sehr aufgeschlossenes, menschenbezogenes Schäferhundmädchen. Sie lebte mit kleinen Kindern, Artgenossen und Katzen zusammen. Durch ihr lebhaftes Wesen wickelt sie jeden rasch um die Pfote. Sie fährt prima im Auto mit und ist für jeden Anfänger sehr gut geeignet.

Hugo Spritz

Hugo Spritz – von bester Abstammung und Adel – ist ein auf Menschen bezogener Hund mit all den guten Eigenschaften seiner Rasse. Aus gesundheitlichen Gründen seines Besitzers verliert er sein Zuhause. Er kennt alle gängigen Grundkommandos, fährt gerne im Auto mit und will einfach nur gefallen. Leider kann er aktuell nicht entsprechend ausgelastet werden und ist daher oft zu stürmisch unterwegs. Seine Bezugsperson kann ihn auf Wiesen frei laufen lassen, er ist abrufbar. Artgenossen kennt er, Ladies liebt er.

Lupos

Lupos ist ein absolut toller Schäferhund. Freundlich und aufgeschlossen entdeckt er die Welt. Er ist aktiv und immer gerne mittendrin. Er liebt die gemeinsame Zeit mit seiner Bezugsperson. Ob Leckerlis im Wald suchen oder Fußball spielen im Garten, die Freude steht ihm ins Gesicht geschrieben. Darüber hinaus ist er ein guter Schwimmer. Einem Ausflug an den Badesee steht also nichts im Wege.
Das Autofahren macht ihm keine Probleme und auch seine Grundkommandos hat er bereits gelernt. Er orientiert sich gut an seiner Bezugsperson und wenn man ein wenig mit ihm arbeitet, ist er ein treuer Begleiter, den man überall mit hinnehmen kann. Der Besuch einer Hundeschule würde ihm sicher Spaß machen und die Bindung zu seinen Menschen weiter stärken. Bei hundeerfahrenen Menschen ist dies aber nicht zwingend notwendig. An der Leinenführigkeit sollte noch etwas gearbeitet werden.
Nach Eingewöhnung kann Lupos mal ein paar Stunden alleine zuhause bleiben und auch Homeoffice arbeitende Menschen kennt er und verhält sich vorbildlich.
Auf Hunde geht er grundsätzlich freundlich zu, auch wenn bei anderen Rüden schon mal die Sympathie entscheiden kann. Durch seine Menschen lässt er sich hier aber gut Grenzen setzen und akzeptiert ein „Nein“. Mit Katzen funktioniert es leider nicht so gut.
Lupos musste wegen schwerer Erkrankung seines Besitzers sein Zuhause verlassen. Er ist ein aufgeweckter und herzensguter Schäferhund, der ein liebesvolles Zuhause sucht. Schon etwas standfestere Kinder können gerne zu seiner neuen Familie gehören. Haben Sie ein neues Zuhause für diesen tollen Wegbegleiter?