Wir erhalten Leben – drauf

Lobo

Unser Lobo ist der Inbegriff eines Deutschen Schäferhundes: stolz, selbstbewusst, loyal, intelligent, lernwillig. Erst vorsichtig und manchmal etwas skeptisch, aber sobald er Vertrauen gefasst hat (er ist zu Menschen sehr freundlich), kommt der Schäferhund-typische „will to please“ zum Vorschein. Obwohl er in seinem bisherigen Leben kaum etwas von der Welt kennengelernt hat, geht er mit allem Neuen sehr souverän um und lernt schnell. Im Haus verhält er sich absolut ruhig und unauffällig, im Garten ist er sehr wachsam. Selbst Alleinbleiben ist überhaupt kein Problem, auch im Auto fährt er gerne mit. An der Leine läuft er ganz ordentlich.

Nur andere Hunde sind überhaupt nicht sein Ding, da pöbelt er ordentlich rum. Daran darf noch fleißig gearbeitet werden.

Trotz seines Alters ist er erstaunlich fit und zeigt keine Einschränkung in der Bewegung.

Dieser wesensstarke Traumhund braucht ganz klare, konsequente, respektvolle und für ihn verständliche Führung von seinem/n Menschen, der/die unbedingt Erfahrung mit dieser Rasse haben sollte/n, dann ist er der treueste und loyalste Freund an der Seite seines/r Menschen, den man sich nur wünschen kann.

Aufgrund seiner Vergangenheit, in der er ein selbstbestimmtes Leben geführt hat, muss er noch lernen, mit Grenzen umzugehen, wozu er sich durchaus bereit zeigt. Er gibt wirklich alles, um zu gefallen. Selbst ein paar kleine Dinge des Hunde-Einmaleins funktionieren schon ganz gut (z.B. Sitz, Platz, Rückruf). Natürlich muss man sich im Klaren sein, dass er die nötige Zeit bekommen muss, um mit seiner neuen Situation umzugehen.

Ideal wäre für diesen wunderbaren Buben, der sein großes Herz voll und ganz verschenkt, ein Zuhause mit einem (großen) eingezäunten Grundstück, auf dem er sich frei bewegen kann, bei Menschen mit dem richtigen Verständnis für diese Rasse, die die nötige Geduld und Ruhe haben, um ihn ankommen zu lassen und zusammen mit ihm durch sein neues Leben gehen.

Puschkina

Stellungnahme:

Bewirbt sich eine Familie/Person als Pflegefamilie für einen Hund bei der Tierhilfe Franken e.V., wird grundsätzlich mehrfach darauf hingewiesen, dass das Tier nicht behalten werden darf (Ausnahme alt, krank, verhaltensauffällig). Ist man sich einig, wird das ganze schriftlich fixiert.

Bei Hund Puschkina hat Pflegefamilie L. den selbst vereinbarten Termin diesen Samstag mit den Interessenten ganz kurzfristig wegen Krankheit abgesagt.

Da die Interessenten schon länger mit dem Verein in Kontakt waren, wollten wir sie nicht enttäuschen. Deshalb fassten wir kurzfristig den Entschluss, nach Pegnitz zu fahren und Puschkina selbst vorzustellen.

Währenddessen bekamen wir Kenntnis davon, dass Familie L. eine Petition gestartet hat.

Dort angekommen traf man die Pflegestelle beim „Gassigehen“ an und brachte das Anliegen vor. Sofort begann eine Diskussion, welche in üble Beschimpfungen überging. Daraufhin leinte Herr Baur den Hund um und ging Richtung Auto. Mit Drohungen von Presse und Rufschädigung gegen den Verein und körperlichen Angriffen seitens der Pflegefamilie ging dies einher.

Puschkina wurde anschließend den Interessenten vorgestellt. Ihr geht es gut.

Die Tierhilfe Franken e.V. hat in den letzten Wochen und Monaten so viele alte, kranke und schwierige Hunde aus sämtlichen Himmelsrichtungen von Lichtenfels, Roth und Fürth aufgenommen und braucht ihre Kraft für diese Schicksale. Dennoch macht eine solche „Hetzjagd“ betroffen und auch wütend, vor allem, wenn Dinge, die ausführlichst besprochen und auch vertraglich festgehalten wurden, dann doch nicht beachtet werden.

 

 

Warum diese Regelung mit den Pflegefamilien?
Der Grund für die klare Regelung mit den Pflegefamilien liegt darin, dass der Verein mit den zur Verfügung stehenden Pflegefamilien zuverlässig planen muss. Würden Pflegefamilien die Tiere regelmäßig behalten, sobald eine emotionale Bindung entsteht, wäre eine kontinuierliche Tierschutzarbeit, Aufnahme und Unterbringung nicht gewährleistet, da regelmäßig Notfälle von hier kurzfristig eintreffen.
Viele Pflegefamilien bewerben sich bewusst als solche, weil sie langfristig oder aus finanziellen Gründen kein eigenes Tier halten können oder möchten. Genau aus diesem Grund wird von Beginn an transparent, ausführlich und mehrfach darüber aufgeklärt, dass ein Pflegehund kein eigenes Tier ist und nach erfolgreicher Vermittlung in sein endgültiges Zuhause zieht. Diese Rahmenbedingungen sind allen Pflegefamilien vor Aufnahme eines Hundes vollumfänglich bekannt und werden vertraglich festgehalten.

 

Puschkinas Geschichte:

Der Besitzer der liebenswerten Hündin lebt seit einiger Zeit hier in der Region. Nun hat er aufgrund des Krieges seine Hunde aus der Ukraine nachgeholt, musste sich aber auf Veranlassung des Vermieters von ihnen trennen. Eine davon ist die zauberhafte Puschkina.

Puschkina ist ein liebes, sehr aufgeschlossenes, menschenbezogenes Schäferhundmädchen. Sie lebte mit kleinen Kindern, Artgenossen und Katzen zusammen. Durch ihr lebhaftes Wesen wickelt sie jeden rasch um die Pfote. Sie fährt prima im Auto mit und ist für jeden Anfänger sehr gut geeignet.

Hugo Spritz

Hugo Spritz – von bester Abstammung und Adel – ist ein auf Menschen bezogener Hund mit all den guten Eigenschaften seiner Rasse. Aus gesundheitlichen Gründen seines Besitzers verliert er sein Zuhause. Er kennt alle gängigen Grundkommandos, fährt gerne im Auto mit und will einfach nur gefallen. Leider kann er aktuell nicht entsprechend ausgelastet werden und ist daher oft zu stürmisch unterwegs. Seine Bezugsperson kann ihn auf Wiesen frei laufen lassen, er ist abrufbar. Artgenossen kennt er, Ladies liebt er.