Geschichten aus dem neuen zu Hause

Wir haben endlich unser zu Hause gefunden. Und das ist so toll, dass wir es in die Welt hinausschreien könnten. Und für alle, die diese Freudenschreie nicht gehört haben, hier unsere Geschichten:

 

Trixie



Hallo,
hier ist die Trixie, ich bin schon sehr gut bei meiner neuen Familie angekommen.
Am liebsten gehe ich spazieren, tobe mit Herrchen und Frauchen durch den Garten oder mit meinen Hundefreunden in der Hundeschule, ich lerne auch sehr schnell und gerne, nach getaner Arbeit liege ich gerne auf meinen eigenen Hundesofa und entspanne.
Und wenn das Baby meiner Familie schreit oder beschäftigt werden möchte, liege ich auf meinen Sofa oder neben meinem Frauchen und schlafe. Wenn das Baby so richtig aufdreht hebe ich allerhöchstens mal einen Ohr oder den Kopf.
Aber ich weiß, wenn es schreit oder sich meldet dann ist es dran und danach, wenn es schläft oder mit sich alleine spielt, bin ich wieder wach und darf spielen und lernen. Frauchen erzieht uns gerade beide.
Sehr gerne schauen das Baby und ich dem Frauchen beim Kochen und Backen zu. Ich liege dann an der Tür und das Baby in seiner Wippe bei Frauchen in der Küche. Eifersüchtig auf das Baby bin ich überhaupt nicht, nein, ich weiß das gehört dazu und steht über mir, denn ich bin die Letzte, die in die Familie gekommen ist und die Rangniedrigste, aber das ist total in Ordnung. Denn ich bin ganz froh, dass die anderen auf mich aufpassen und mir so die Angst vor allem Bösen nehmen und ich
nicht überall wachen muss.
Damit ich mit meinen Hundefreunden spielen darf und noch mehr lerne, gehen Frauchen und ich jede Woche in die Hundeschule. Das macht Spaß, ist aber sehr anstrengend.
Beim Spazierengehen bin ich immer sehr froh, wenn der Kinderwagen dabei ist, weil der beschürzt mich (meine ich zumindest) und man kann sich super hinter dem verstecken kann, wenn Herrchens oder Frauchens Beine zu dünn für mich sind und mich die anderen Hunde trotzdem sehen könnten.
Da Frauchen und Herrchen jeden Tag mehrmals mit mir trainieren, habe ich schon richtig viel gelernt.
Ich kann jetzt schon Sitz, Decke, Straße (laufe von alleine über keine Straße ohne davor Sitz zu machen und zu warten bis Herrchen oder Frauchen sagen, dass ich weiterlaufen darf), Platz (klappt meistens), Bleib (klappt besser), Kinderwagen (ich laufe dann links neben dem Kinderwagen und darf nicht ziehen oder auf die andere Seite des Kinderwagens laufen), des weiteren lerne ich das alleine bleiben (10 Min. kann ich schon), auch in die Hundebox ins Auto steige ich nun ohne Probleme ein und das sogar sehr gerne (denn dann darf ich mit), wenn mir jemand etwas zu fressen geben möchte nehme ich nur wenn Frauchen oder Herrchen mir das erlauben.
Auch andere Hunde belle ich nicht mehr an (dies habe ich nur aus Angst und Unsicherheit gemacht, meinte Frauchen, und die Hundetrainerinnen haben genau das bestätigt. Jetzt arbeiten alle mit mir daran, dass ich mehr Selbstvertrauen und Sicherheit bekomme und alle meinen ich habe schon richtige Fortschritte gemacht), ich verstecke mich hinter meiner Familie oder laufe ganz brav an denen vorbei. Wenn aber ein anderer Hund freilaufend zu mir kommt oder an mir schnuppern will, bekommt der es mit Herrchen oder Frauchen zu tun (die schicken den dann weg) und
der Besitzer auch (Er soll seinen Hund an die Leine nehmen oder zu sich holen, denn hier ist ja überall Leinenpflicht). Leider stoßen Herrchen und Frauchen da oft auf Unverständnis, aber die lassen sich nicht unterkriegen und „kämpfen“ für mich und meine Sicherheit. Bin ich froh, dass die so gut auf mich aufpassen. Wenn ein sehr lästiger Hund kommt, der mich bedrängt, dann bekommt der schon mal einen Wasserstrahl ins Gesicht, das hilft immer. Ist ja auch blöd sowas.
Leider bin ich unheimlich ängstlich und bin sehr unsicher bei vielen Situationen.
Dank Frauchen und Herrchen die mir die Sicherheit vermitteln, die ich brauche, ist es schon viel besser geworden, hier in paar Geschichten dazu:
• Eines Abends hab ich plötzlich in meinem neuen Zuhause einen fremden Hund entdeckt, seltsam weil ich dort doch eigentliche der Einzige bin. Dieser Hund ist immer in der Teerassentüre aufgetaucht. Immer wenn ich dort hin bin, ist der auch hin, wenn ich weg bin, ist der auch weg, wenn ich den Kopf hebe, hebt der auch den Kopf. Sehr seltsam. Inzwischen weiß ich: Das ist mein Spiegelbild.
• Auch das blaue rollende Tier mit dem langem schwarzen Hals und Kopf, welches Frauchen jeden Tag mit sich für einige Zeit durch alle Räume führt und welches so seltsame Geräusche macht, ist auch nichts was kleine Hunde frisst. Es ist nur ein Staubsauger, der alle Haare, Staub und Dreck wegmacht, damit das Baby keine Probleme bekommt.
• Auch der Wald war im dunklen Zustand sehr gefährlich. Dachte ich. Aber nachdem ich da nur mit Herrchen oder Frauchen reingehe, weiß ich: Hier passiert mir nichts.
• Eines Abends waren sehr seltsame Menschen unterwegs. Hexen, Zauberer, Gespenster, Monster und Vampire. Da wunderte ich mich, wo die plötzlich alle hergekommen sind. Als ich den Vampir gesehen habe, habe ich einen riesen Luftsprung gemacht und wollte ganz schnell in den dunklen Wald (damals hatte ich davor noch Angst, aber der war besser als der Vampir). Herrchen hat mir dann erklärt dass Vampire nur Menschen das Blut aussaugen und keinen Hunden, da war ich beruhigt und froh.
• Ganz böse sind auch Löwen. Jawohl richtige Löwen. Wo ich die getroffen habe? Vor einem Chinarestaurant, an dem ich mit Herrchen und Frauchen vorbei bin. Plötzlich waren die da. Zum Glück war „mein“ Kinderwagen auch da. Da konnte ich mich verstecken. Frauchen lachte und meinte „Die sind doch nur aus Stein“. Woher soll man das denn wissen?
Naja, ihr merkt schon wie mutig ich bin und was ich alles gelernt habe.
Jetzt muss ich aber aufhören aus dem Nähkästchen zu bellen, denn jetzt geht es GASSI.

Liebe Grüße, ich lass mal wieder von mir hören
Trixie


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