Geschichten aus dem neuen zu Hause

Wir haben endlich unser zu Hause gefunden. Und das ist so toll, dass wir es in die Welt hinausschreien könnten. Und für alle, die diese Freudenschreie nicht gehört haben, hier unsere Geschichten:

 

Diego Maradonna



Hallo, Ihr Lieben, hier ist Diego Maradonna, endlich komme ich dazu mich zu melden, hatte nämlich alle Pfoten voll zu tun. Nun bin ich schon einige Wochen in der neuen Familie und ich muss sagen, bis jetzt gefällt es mir ganz gut.
Am besten fange ich mal am Anfang, also mit meinem Umzug an, zugegeben, es war mir etwas mulmig. Es begann schon damit, dass meine Spielsachen, meine Futterschüssel und meine Schlafdecken zusammengepackt wurden. Urlaub? Wohl eher nicht, denn plötzlich kamen diese beiden Leute, die schon mal da waren und mich besucht hatten. Komisch war das schon, meine Sachen wurden ins Auto geladen, also bin ich auch brav eingestiegen. Naja, Auto fahren gehört nicht zu meinen liebsten Beschäftigungen.

Im neuen Zuhause angekommen, inspizierte ich erst mal die Umgebung, auch den Gartenteich, wobei mein Hauptaugenmerk auf diesen bunten Flitzedingern lag, Fische sind das – aha. Wie, ein Husky frisst nur gefrorenen Fisch? Pffft, wer glaubt denn sowas! Inzwischen habe ich kapiert, dass ich die Fische nur anschauen, aber nicht fangen darf. Dafür versenkte ich gleich mal nen Metallvogel im Weiher, sorry, war keine Absicht, hatte meinen Wendekreis unterschätzt.




Neben dem Weiher liegt mein persönliches Rasenstück, dort ruh ich mich gerne aus, denn es ist ganz schön anstrengend auf alles ein Auge zu haben. Auch im Haus lege ich gerne mal entspannt die Pfoten hoch, man gönnt sich ja sonst nichts.






Mit meinen neuen Nachbarn machte ich mich im Rahmen eines Straßenfestes bekannt, ich sage Euch, ich war der bestgeknuddelte Hund der Siedlung. Seit dieser Festlichkeit habe ich einen Künstlernamen: Houdini. Kann mich selbst befreien, indem ich schon mal die Türen öffne. Wollte doch nur helfen, es ist doch umständlich erst die Haustür aufzusperren, um mich abzuholen.
Ich bin überhaupt sehr hilfsbereit, sei es bei der Gartenarbeit oder beim Pflaster legen, immer leihe ich eine helfende Pfote oder liege schon mal Probe, ob das Pflaster auch eben ist.






Apropos liegen – ich besitze jetzt einen Hundekorb. Ok, erst war ich schon im Zweifel, ob sich so ein Korb mit der Würde eines großen schwarzen Hundes vereinbaren lässt, aber nachdem meine Schlafdecke darin lag, musst ich ihn einfach ausprobieren und ich kann Euch sagen, es schläft sich dort hervorragend. Nur, wenn meine Decke abgesaugt wird, liege ich mal kurz Protest. Kann ICH was dafür, wenn da Sand drauf ist?





Meinen Schlaf brauch ich auch, schließlich bin ich viel unterwegs die Gegend erkunden und mit meinen Hundekumpels toben. Ich liebe es Waldwege im Wolfstrab entlang zu schnüren, die Mauselöcher zu kontrollieren und bergauf und bergab zu flitzen. Ich kann inzwischen auch prima neben dem Fahrrad her traben, bin schon richtig flott zuwege.



Bei all meinen Pflichten bleibt trotzdem noch genügend Zeit für Unfug, wie den Lieblingsball aus dem Gartenteich zu holen, auch wenn ich ihn nicht selbst versenkt hatte. Dummerweise war der Wasserstand etwas niedrig, ich kam nicht so leicht ran und wurde nasser als beabsichtigt. Dafür habe ich dann den Ball im Wohnzimmer in Sicherheit gebracht, man weiß ja nie, was ihm sonst noch so widerfährt.






Das mit dem nass werden ist mir neulich schon mal passiert, als wir am alten Kanal unterwegs waren. Bei einer der Schleusen raschelte es im Grünzeug und es ist Hundepflicht, dem auf den Grund zu gehen. Also bin ich (verbotener Weise) auf der Mauer entlang um zu kontrollieren, ob alles seine Ordnung hat. War natürlich wieder nur so ein langweiliger Karpfen zugange und ich wollte wieder zurück. Gut, etwas ungeschickt und plumps, lag ich im Wasser, ganz untergetaucht, bis über beide Ohrenspitzen! Kämpfte mich laut prustend durch die Seerosenblätter ans Ufer und anstatt Mitleidsbekundungen hieß es nur: Wer nicht hören will, geht baden. Ja, jetzt halte ich Abstand von diesen Mauern, nochmal abtauchen muss nicht sein.






Hier ist jetzt Erntezeit für Zwetschgen, schmecken echt lecker die Dinger. Was denn – wenn sie mir schon auf den Kopf fallen, darf ich sie wohl auch verspeisen! Genau wie die kleinen Weintrauben, die hier an der Hauswand wachsen. Keine Sorge, man hat ein waches Auge auf meine Ernährungsgewohnheiten, schließlich soll ich ja kein Bauchgrummeln bekommen.



Im Großen und Ganzen benehme ich mich anständig, renne keine fremden Menschen um, bin freundlich zu Kindern und Briefträgern, beschütze kleine Hunde und bettle nicht bei Tisch (nur in der Küche). Die Nachbarschaft erfreue ich hin und wieder mit meiner Sangeskunst, denn wenn ich ein Martinshorn höre, gibt es kein halten, dann geht der Wolf mit mir durch. Das Haus hüte ich inzwischen auch und melde, wenn sich etwas Ungewöhnliches tut. Habe kürzlich allein durch mein Erscheinungsbild und ganz ohne bellen Zeitungswerber einen Bogen um das Haus machen lassen. Yeah, erwähnte ich schon, dass ich ein großer schwarzer Hund bin? Oh, wie gut, dass niemand weiß, dass ich Schmusetatze heiß.
Übrigens, ich kann jetzt nicht nur die Türen öffnen, sondern auch das Licht anmachen.
Ihr seht, ich habe alles im Griff!



Viele liebe Grüße an Euch Alle
Euer Diego




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