Geschichten aus dem neuen Zuhause

Wir haben endlich unser zu Hause gefunden. Und das ist so toll, dass wir es in die Welt hinausschreien könnten. Und für alle, die diese Freudenschreie nicht gehört haben, hier unsere Geschichten:

 

Brutus, jetzt Ben

Hallo, mein Name ist Ben (wenn ich gaaaanz lieb bin, nennt mich mein Frauchen auch Benni.) Mein neues Rudel hatte mich am 09.04.2016 im Internet gesehen und sich sofort in mich verliebt; als sie mich am Tag darauf bei meiner Pflegefamilie besucht haben und ich mich auch in sie!


Und NUR 4 Tage später haben sie mich bei meiner Pflegefamilie abgeholt und mir zum Glück auch gleich einen neuen Namen gegeben hat! Vermittelt wurde ich noch unter dem Namen „Brutus“, aber dieser Name hat ja mal üüüüüüüberhaupt nicht zu mir gepasst! Wer denkt denn bei einem so prächtigen, imposanten Hund wie mir, der dann auch noch Brutus heißt an einen, total verschmusten (und ich muss zugeben etwas zu groß geratenen Schoß-) Hund, der wirklich einfach mit jedem spielen will ?


Aber natürlich habe auch ich erst mal meinen Platz im Rudel finden müssen, immerhin bin ich ein Rüde! Ich ordne mich nicht einfach jedem unter! Mein Rudel musste natürlich auch erst mal mein Vertrauen gewinnen, schließlich habe ich in Ungarn so meine Erfahrungen mit den Menschen gemacht, die mich vorsichtig haben werden lassen. Aber schon nach den ersten zwei Wochen, hatten wir das untereinander geklärt! Wobei ich gestehen muss… ich habe mich auch etwas bestechen lassen… neben dem Schmusen, ist das Fressen meine groooooooße Leidenschaft! Und wenn dann mein neues Frauchen mit dem Futternapf klapperte und mir der Duft von frischer Leber und gekochten Hühnerherzen in die Nase kroch, hmmmmmmmmmmm…. Da hat mich nichts mehr halten können. DOCH eine Ausnahme gibt es! Die Finger meines Frauchens, sie hat nämlich am Anfang Handfütterung gemacht, um mich daran zu hindern mein Futter so schnell herunter zu schlingen und um die Bindung zu verbessern. Und da musste ich dann richtig aufpassen! Ich will ja niemandem wehtun, wenn ich dann aber doch mal etwas zu grob werde mit meinen Zähnen, dann zucken meine Menschen und sagen „AU!“ , das tut mir dann immer sooooooo Leid, dass ich mit Küsschen versuche alles wieder gut und heile zu machen. Bisher hat das auch immer geklappt! Ich kann euch sagen, die ersten Wochen waren interessant, so viel Neues! Neues Heim, neue Menschen, neue Hundekumpels, neuer Wald, Hundeschule und was ja suuuuper interessant war, waren die ganzen neuen Geräusche, wie zum Beispiel das Geräusch, das Plastiktüten machen, wenn der Wind an ihnen vorbei streicht! Und Insekten! Diese Schmetterlinge, Hummeln, Bienen und Fliegen! Wie die durch die Luft tanzen und sich einfach ganz frech auf die Blume setzen, neben der ich gerade mein Mittagsschläfchen halten will. Frechheit! Klar, dass ich als neues Rudelmitglied meine Menschen vor diesen fliegenden Wesen beschützen muss! Bisher habe ich aber nur einmal eine Fliege erwischt, seitdem finden meine Menschen es nicht mehr so lustig, wenn ich nach den Insekten schnappe, sie meinen ich würde irgendwann einmal eine Biene oder
Wespe erwischen, keine Ahnung warum das schlimmer sein sollte als eine Fliege, aber meine Menschen werden schon ihren Grund haben, warum sie mir das verbieten.
Aber so viele neue Eindrücke und das gute Essen machen auch echt müde! Auch wenn ich echt verdammt schnell lerne!


Meine Nachbarn waren, wegen meinem imposanten Aussehen, auch erst mal sehr zurück haltend und vorsichtig. Aber mittlerweile freuen sie sich alle, wenn sie mir begegnen und ich mich von ihnen streicheln lasse. (Und Frauchen petzt, was ich in zwischen wieder „angestellt“ habe.) Manchmal sitzen meine Menschen und ich auf der Treppe vor dem Haus, schauen in die Nachbarschaft und genießen die Sonne!

Manchmal schaue ich auch mal „Hundekino“, oben im ersten Stock steht ein Hamsterkäfig und ab und zu lässt sich der Hamster auch mal Blicken. Ich weiß ja mittlerweile, dass ich ihm nichts tun darf, aber schauen wird ja wohl erlaubt sein!


Sogar im Urlaub war ich schon mit meinem Rudel! Der Wanderurlaub in der Nähe von Traunstein, war (bis auf die Autofahrt) total nach meinem Geschmack, gaaaanz laaaaange Gassi gehen, die Berge rauf, die Berge runter und in sämtlichen Bächen, Flüssen und Seen die Füße nass machen. Vor Kühen habe ich dann aber doch Angst, die sind echt beeindruckend groß! Meine Menschen fanden das natürlich sehr lustig und nennen mich deswegen auch mal „Hasenfuß“. Frechheit!

Ich bin glücklich bei meinem neuem Rudel und ich habe meine Menschen auch schon oft sagen hören: „DEN geben wir nicht mehr her!“. Eigentlich heiße ich ja Ben und nicht Den, aber Menschen sind eh eine sehr seltsame, aber liebenswerte Spezies. Ich, jedenfalls, möchte hier auch nie wieder weg!





Liebe Grüße, euer Ben


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